Les Sables d'Olonne
Die etwa 40 Kilometer nördlich von La Tranche gelegene Stadt Les Sables d'Olonne ist eines der bekanntesten Seebäder an der Atlantikküste. Der Badetourismus entwickelte sich hier schon im 19. Jahrhundert. Mit dem Bau des Bahnhofs im Jahre 1865 verbanden bald die Trains de Plaisir Paris mit dem "schönsten Strand Europas". Noch heute kann man eine große Anzahl der damals entlang der Strandpromenade erbauten Stadtvillen bewundern.
Selbstverständlich lohnt es sich, an den Häfen, über den Remblai oder durch die Fußgängerzone und die schmalen Straßen mit der historischen Markthalle zu schlendern, denn hier pulsiert das ganze Jahr über das Leben der Sablais. Ich möchte Sie jedoch lieber an zwei ganz besondere Orte entführen, nämlich in das alte Fischerviertel La Chaume und das originelle Künstlerviertel L'Ile Penotte.
Stellen Sie Ihren Wagen auf einem der Parkplätze der Innenstadt ab, denn im Fischereihafen verkehrt ein Passierboot, das Sie in wenigen Minuten nach La Chaume bringt.
La Chaume ist der älteste Stadtteil von Les Sables d'Olonne. Die schmalen Gassen und bunten Häuser bilden einen malerischen Kontrast zu dem sehr viel moderneren Stadtbild der gegenüber liegenden Innenstadt. Sehr sehenswert ist der Place Sainte Anne an der Kirche mit seinen Wandmalereien.
Richtung Süden führt Sie die Hafenstraße zum Château Saint Clair aus dem 15. Jahrhundert, heutiger Sitz des Musée de la Mer (Meeresmuseum, von April bis September geöffnet). Auf seinem legendären Tour d'Arundel erwartet Sie ein herrlicher Rundblick über die Bucht von Les Sables.
Das Prieuré Saint Nicolas an der südlichen Spitze wurde im 16. Jahrhundert zur ersten Kultstätte der Stadt. Aufgrund seiner äußerst strategischen Lage, baute man es später zu einer Festung um. Von hier aus führt Sie die Jetée Saint Nicolas zum roten Leuchtturm, der sich seit Jahrzehnten der oft starken Brandung widersetzt und immer wieder ein beliebtes Fotomotiv ist.
Prieuré Saint Nicolas - der rote Leuchtturm
Das Viertel L'Ile Penotte befindet sich hinter der Strandpromenade (Remblai) von Les Sables d'Olonne, in Nähe des Uhrturms La Pendule. Die ansässige Künstlerin Danièle Aubin hat hier mit viel Liebe und Geschick die Hauswände mit Muschelmosaiken verziert und somit ihr Viertel über Jahre hinweg in ein wahres Kunstwerk verwandelt. Eine sehr schöne Idee, die alle Besucher schlichtweg in Staunen versetzt!
Auch einen Abstecher zur Rue de l'Enfer, der engsten Straße der Welt, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ihre schmalste Stelle beträgt nur 45 cm, womit sie sich ihren Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ohne Zweifel verdient hat!
Mehr Infos über Les Sables d'Olonne finden Sie auf der Internetseite des Fremdenverkehrsamts.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Stadtplan, und dann kann's losgehen!
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Entdeckung!




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